Duplex-Beschichtung für verbrauchte IN625-Auftragschweißungen


Verbrauchte Auftragschweißungen auf Wärmetauscherwänden stellen aus Sicht der Instandhaltung ein nur sehr zeit- und kostenintensiv zu lösendes Problem dar, da die gecladdeten Wände komplett ausgetauscht werden müssen. Das vereinzelt eingesetzte Re-Cladding erscheint dagegen nur bei lokalen Fehlstellen in begrenztem Umfang sinnvoll, um die Standzeit der auftraggeschweißten Flächen zu verlängern.

Die von uns speziell für diesen Anwendungsfall entwickelte und im Jahr 2003 zum ersten Fall in einem Müll-Kessel erprobte Beschichtung von zerrütteten Auftragschweißungen kann die Standzeit auf bei großflächiger Schädigung deutlich verlängern. In einem ersten Schritt werden dabei die in den Poren und Lunkern eingelagerten Salze durch eine aufgespritzte Ni-Basis-Legierung isoliert, um gleichzeitig einen Haftgrund für die nachfolgende Plasma-Spritzbeschichtung herzustellen. Diese erfolgt im direkten Anschluss und bildet die eigentliche Funktionoberfläche, die einen erneuten Korrosionsangriff verhindert.

Die Beschichtung wurde entwickelt, um dem verantwortlichen Instandhalter ein Instrument zu bieten, schnell auf einen unerwarteten Korrosionsfortschritt reagieren zu können und um ein Zeitfenster zu öffnen, innerhalb dessen das weitere Vorgehen geplant und umgesetzt werden kann. Sie ist nicht dazu geeignet, den geschädigten Wandbereich langfristig vor weiterer Korrosion und Abzehrung zu schützen!