Lichtbogenspritzverfahren


Analog zum Plasmaspritzverfahren stammt die thermische Energie auch beim el. Lichtbogenspritzverfahren von einer Elektrizitätsquelle. Im Unterschied wird diese thermische Energie allerdings nicht über ein ionisiertes Gas (z.B. Argon beim Plasmaspritzen) auf den Spritzwerkstoff übertragen, sondern der Lichtbogen wird direkt zwischen zwei Drähten, die aus dem el. leitfähigen Spritzwerkstoff bestehen und aufeinander zulaufen, hergestellt. Die in den beiden Fußpunkten des Lichtbogens entstehende hohe Temperatur führt zum Aufschmelzen des Drahtmaterials. Ein Zerstäubergas beschleunigt die abgeschmolzenen Partikel und schleudert sie auf die gestrahlte Substratoberfläche.

Durch die Entwicklung von Hohldrähten mit einer Füllung aus karbidischen oder keramischen Werkstoffen ist es möglich geworden, Werkstofflegierungen zu verarbeiten, die nicht in Drahtform herstellbar oder el. leitend sind.

Die Häuser & Co GmbH verwendet das el. Lichtbogenspritzverfahren sowohl für die Herstellung von Verschleißschutzschichten als auch in Kombination mit dem Plasmaspritzverfahren für die Vor-Ort-Beschichtung von verbrauchten In625-Auftragschweißungen.

Aufgrund einer im Vergleich zum Plasmaspritzverfahren höheren Porosität und einer deutlich eingeschränkten Werkstoffauswahl ist das el. Lichbogenspritzverfahren für die Herstellung von Beschichtungen gegen chlor- und schwefelinduzierte Hochtemperaturkorrosion in Kesselanlagen nur bedingt geeignet.